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Ratschläge

Ratschläge

Pfleger haben Anspruch auf Urlaub

Wer Angehörige zu Hause pflegt, hat Anspruch auf eine Urlaubsvertretung

ÄRZTE-ZEITUNG - 20.11.2002


Wohlfühlratschläge

Wichtig ist vor allem die richtige Mundhygiene: Reinigen Sie dabei nicht nur Ihre Zähne, sonder auch die Zahnzwischenräume regelmäßig mit Zahnseide! Ältere Menschen sollten darauf achten, dass ihre Prothese immer optimal gereinigt ist. Bei uns noch nicht so verbreitet, aber nützlich: Beziehen Sie die Zunge in die tägliche Pflege mit ein! Reinigen Sie den Zungenrücken - vor allem auch den hinteren Teil sanft mit einer Zahnbürste ! Wenn Sie Fleisch, Fisch oder Milchprodukte gegessen haben, sollten Sie Zähne und Zunge besonders gründlich reinigen Eiweiß-Zersetzung im Mund zieht manchmal üble Düfte nach sich. Wer viel - z. B. Wasser, Tee - trinkt spült Geruchsstoffe schneller aus dem Mund. Aber Achtung: Wer seinen Durst mit Kaffee löscht, bewirkt das Gegenteil. Koffein reduziert nämlich den Speichelfluss und trocknet den Mund aus. So können die Bakterien nicht herausgespült werden. Versuchen Sie's doch mal mit mehreren kleinen Mahlzeiten am Tag: Die regen den Speichelfluss immer wieder an. Das läßt sich übrigens auch mit (zuckerfreiem) Kaugummi erreichen, die man öfters mal zwischendurch kaut. Auch Pfefferminzpastillen verhelfen zumindest kurzfristig zu einer frischen Brise. Starke Mundwasser hingegen sollten Sie auf die Dauer nicht benutzen - sie greifen zu sehr in die natürliche Bakterienflora ein. Probieren Sie's auch mal mit grünem Salat - der soll ein echter Mundgeruch-Killer sein!


Schach dem Herzinfarkt

Dem Herzinfarkt zuvorkommen! Wir leben in einer Gesellschaft, deren Lebensweise den Herzinfarkt begünstigt. Viele von uns rauchen, wir ernähren und falsch, wir bewegen uns zu wenig und sind unfähig Streß in unserem Leben durch körperliche Arbeit und Aktivität abzureagieren. Deshalb sind Änderungen in unserem Lebensstil notwendig, um diese Risikofaktoren abzubauen. So können Sie Ihr Infarktrisiko auf einen Bruchteil reduzieren:

1. Geben Sie das Rauchen sofort und vollständig auf! Dies ist die wichtigste Einzelmaßnahme zur Verminderung des Infarktrisikos.

2. Normalisieren Sie Ihr Körpergewicht (BMI: < 25)!

3. Essen Sie eine abwechslungsreiche, fettreduzierte und ballaststoffreiche Kost, die sich stärker an der Kost der Mittelmeerländer orientiert: mehr Gemüse, mehr Salat, Obst, mehr Fisch, weniger Fleisch und tierische Fette, pflanzliche Öle statt Sahne und Butter. Durch Erreichen des Wohlfühlgewichts werden der Blutdruck und der Cholesterinstoffwechsel günstig beeinflusst, die Entwicklung erhöhter Blutzuckerwerte wird verhindert. Patienten, die bereits eine Gefäßerkrankung haben, müssen in der Regel cholesterinsenkende Medikamente und Aspirin nehmen.

4. Wenn sie erhühten Blutdruck haben, sollte sie diesen sorgfältig einstellen lassen. Patienten mit erhöhtem RR müssen besonders auf ihren Cholesterinspiegel achten. Und auch den Alkoholkonsum nicht aus den Augen verlieren.

5. Nehmen sie sich jede Woche mindestens zweimal für etwa eine halbe Stunde Zeit, sich körperlich zu betätigen. Fangen Sie langsam an und steigern Sie sich allmählich. Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihnen das gut tut, fragen Sie Ihren Arzt.

6. Lernen Sie mit Stress umzugehen! Überlegen Sie sich, - welche Situation Sie besonders stressverbunden ansehen, - wie Sie diesen Stress-Situationen aus dem Weg gehen, ohne vor den Problemen davonzulaufen, - wie man unvermeidbare Stress-Situationen meistert, ohne sich selber durch übermäßiges Essen, Alkoholkonsum oder gar Zigarettenrauchen zu schaden. Lernen Sie, sich durch gezielte Maßnahmen zu entspannen! Regelmäßige Entspannungsübungen helfen Ihnen, mit dem Stress besser fertig zu werden. Auch ein täglicher, halbstündiger Spaziergang kann eine entspannende Wirkung haben. Achten Sie auf ausreichende Nachtruhe!

7. Pflegen Sie Ihre Freundschaften ! Der regelmässige Umgang und Austausch mit Freunden - sei es privat, im Verein oder in der kirchlichen Gemeinschaft - hilft den Stress abzubauen. Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, können Sie ein erhöhtes Infarktrisiko ausschalten. Zugleich vermindern Sie Ihr Risiko bösartiger Geschwülste (Karzinome) und für Osteoporose. Und: Ihre Leistungsfähigkeit und Lebensfreude steigen. Warten Sie nicht auf das Medikament, dass Ihr persönliches Infarktrisiko ausschaltet. Sie selbst können für sich tun, was kein Medikament leisten kann.

Machen Sie den entscheidenden Zug, der den Herzinfarkt in Schach häelt.

So alt wie man sich fühlt Jung, dynamisch, gutaussehend und erfolgreich in allen Bereichen. So erscheint in den meisten Fällen der "normale" Mensch in den Medien. Für den großen Teil der Bevölkerung, deren Haare bereits ergraut sind, bleibt nur noch Platz, um fuer Haftcreme, Treppenlift oder Sahnebonbons zu werben. "Wir sind 68 und fühlen uns jung". Der Satz hat jahrelang als Werbung für ein Herzmittel verbreitet wurde, enthält im Kern mehr Wahrheit, als die Texter damals ahnen konnten. Die psychische Einstellung, das Lebensgefühl von alten Menschen, hat großen Einfluss auf das Alter, dass sie erreichen. Es gibt durchaus Möglichkeiten für alte Menschen,ihr "Oberstübchen" fit zu halten (Wolf Oswald vom Institut für Psychogerontologie )